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Die Gefahren von CBDCs - Interview mit Joe Martin

Joe Martin ist ein führender Experte für Bitcoin und dessen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. 

Mit über drei Jahrzehnten Erfahrung als Technologiejournalist, Keynote-Speaker und Buchautor hat sich Joe einen Namen als angesehener und gefragter Redner in Deutschland gemacht. Sein aktuelles Buch "2024 – Wie digitales Zentralbankgeld unsere Freiheit bedroht" warnt eindringlich vor den Gefahren des digitalen Euros und dessen potenzieller Überwachung.

Neben seiner journalistischen Arbeit war Joe maßgeblich an der Einführung von Bitcoin-Angeboten für Banken beteiligt. Seine Bücher über Bitcoin und Wirtschaft werden für ihre aufschlussreichen Analysen und praktischen Anleitungen gelobt.

Joe studiert seit über 30 Jahren die psychologischen Faktoren, die Menschen motivieren, und hat effektive Motivations- und Kommunikationsmodelle entwickelt. Diese Modelle helfen Verkäufern, Spitzenumsätze zu erzielen, und Unternehmen, Top-Teams zusammenzustellen.

Als Kind des Computerzeitalters begeistert sich Joe sowohl für Technologie als auch für Geschichte. Seine umfassende Expertise und Leidenschaft machen ihn zu einem unverzichtbaren Berater und Trainer für Unternehmen und Finanzinstitutionen. Joe steht an der Spitze der wirtschaftlichen Bildung und überbrückt die Kluft zwischen Komplexität und Verständlichkeit, insbesondere im Bereich Bitcoin und Blockchain-Technologie.

Was es mit seinem neusten Buch auf sich hat, was Bitcoin und CBDCs voneinander unterscheidet und weshalb Joe vor digitalem Zentralbankgeld warnt, konnten wir ihn in unserem Interview fragen. Viel Spaß beim Lesen!

Interview mit Joe Martin

Hi Joe, du bist Autor des Buches '2024 – Wie digitales Zentralbankgeld unsere Freiheit bedroht' Worum geht's in diesem Buch?

Hi, ja in meinem Buch setze ich die Geschichte von George Orwells '1984' fort. Während in '1984' die Hauptfigur Winston Smith dem totalitären Regime zum Opfer fiel, erzähle ich, was aus seiner Liebesbeziehung und deren Folgen wurde. Die Geliebte von Winston war schwanger und gebar 1984 einen Sohn. Dieser Sohn wird im Jahr 2024 vierzig Jahre alt und gerät ebenfalls in die Fänge eines noch mächtigeren Regimes.

Orwell musste sich viele technologische Überwachungswerkzeuge ausdenken, wie den Bildschirm, der sowohl Propaganda verbreitet als auch Video- und Audioaufnahmen an das Regime sendet. Solche Geräte gab es 1947 noch nicht, als Orwell schrieb. Heute jedoch leben wir in einer Welt, in der solche Überwachungstechnologien Realität sind. Wir müssen uns keine Technologien mehr ausdenken, die Kontrolle und Überwachung ermöglichen – sie sind bereits vorhanden und bedrohlich.

In meinem Buch spiele ich mit dem Konzept des digitalen Zentralbankgeldes (CBDCs). Diese Technologie hat das Potenzial, umfassende Überwachung und Kontrolle zu ermöglichen. Durch CBDCs könnte jeder finanziellen Schritt der Bürger überwacht werden, ihre Ausgaben kontrolliert und sogar ihr Zugang zu finanziellen Ressourcen eingeschränkt werden. Diese Entwicklungen sind nicht mehr nur dystopische Fantasien, sondern greifbare Bedrohungen unserer Freiheit.

Mein Ziel ist es, die Leser zu sensibilisieren und auf die Gefahren hinzuweisen, die von solchen Technologien ausgehen. Wir müssen uns aktiv mit diesen Themen auseinandersetzen und sicherstellen, dass wir unsere Freiheit und Privatsphäre schützen.

Was sind CBDCs?

CBDCs, oder digitale Zentralbankwährungen, sind die digitale Form von Bargeld, das von Zentralbanken herausgegeben wird. Derzeit existiert Zentralbankgeld nur als Münzen und Scheine. Die Gelder auf unseren Girokonten stammen von Banken und sind nicht direktes Zentralbankgeld. Wir müssen also den Banken vertrauen. Bei einer Bankenpleite ist unser Geld bis 100.000 € durch die Einlagensicherung geschützt, aber alles darüber hinaus ist gefährdet.

Der digitale Euro, als Form von CBDC, könnte problematisch sein, weil er durch die Zentralbank kontrolliert und abgeschaltet werden kann. Beispielsweise könnte die EZB festlegen, dass man nur eine begrenzte Menge an bestimmten Produkten wie Fleisch kaufen darf, z.B. wegen der Umweltbelastung. Hält man sich nicht daran, kann deine Transaktion einfach gesperrt werden. Das wäre mit Bargeld nicht möglich. 

Gibt es Vorteile von CBDCs?

Aus meiner Sicht gibt es keine echten Vorteile von CBDCs, die nicht bereits durch bestehende digitale Zahlungssysteme wie Apple Pay oder Paypal abgedeckt wären. Die Argumentation der EZB (Europäische Zentralbank), dass diese Systeme abgeschaltet werden könnten, halte ich für unbegründet. Die Unternehmen wollen schließlich Geld verdienen und haben kein Interesse daran, ihre Dienste abzuschalten. Selbst in extremen Fällen gäbe es Alternativen wie das Bitcoin-Netzwerk.

Ein großes Problem bei CBDCs ist jedoch die potenzielle Überwachung und Kontrolle durch die Zentralbank. Jede Transaktion kann genau verfolgt werden, was unsere Privatsphäre erheblich einschränkt. Das macht den digitalen Euro gefährlich, da unsere persönlichen Freiheiten dadurch stark beeinträchtigt werden könnten.

Du hast bereits 2018 ein Buch geschrieben mit dem simplen Titel 'Bitcoin'. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Bitcoin und CBDCs?

Genau, das Buch 'Bitcoin', das ich 2018 veröffentlicht habe, erklärt umfassend, was Bitcoin ist, woher es kommt, wie es funktioniert und wie man es verwendet. Es richtet sich sowohl an Anfänger als auch an Fortgeschrittene, indem es die Grundlagen sowie historische Kontexte und praktische Anleitungen bietet. Wie Bitcoin sicher aufbewahren?, Worauf achten beim Bitcoin Kauf? Das und vieles mehr wird erklärt. Ein wichtiger Punkt im Buch ist auch, warum Bitcoin für illegale Aktivitäten ungeeignet ist, da jede Transaktion nachverfolgt werden kann.

Ich habe mich intensiv mit Bitcoin auseinandergesetzt und verstehe seine grundlegenden Prinzipien sehr gut. Als die Diskussionen über den digitalen Euro aufkamen, fiel mir auf, dass er das Gegenteil von Bitcoin ist. Während Bitcoin dezentralisiert, zensurresistent und manipulationssicher ist, ist der digitale Euro zentralisiert und birgt die Gefahr der Überwachung und Kontrolle.

Die Idee für mein aktuelles Buch '2024 – Wie digitales Zentralbankgeld unsere Freiheit bedroht' kam mir lustigerweisen unter der Dusche. Ich dachte an den Überwachungsstaat, wie ihn Orwell in '1984' beschreibt, und fragte mich, was passieren würde, wenn es damals schon ein Kind von Winston Smith gegeben hätte. Diese Idee führte mich dazu, die Geschichte weiter zu erzählen und die Bedrohungen durch CBDCs darzustellen. Während Bitcoin Freiheit und Unabhängigkeit verkörpert, stellt der digitale Euro eine potenzielle Gefahr für unsere Freiheit dar.

Was ist Bitcoin für dich persönlich?

Freiheit. Bitcoin bedeutet für mich vor allem Freiheit und Privatsphäre. Es ermöglicht, finanziell unabhängig und unkontrolliert zu agieren. Niemand kann meine Transaktionen überwachen oder manipulieren, da Bitcoin auf einer dezentralisierten Blockchain basiert. Zudem wird es niemals mehr als 21 Millionen Bitcoins geben, was es zu einer stabilen und vorhersehbaren Währung macht.

Mit Bitcoin kann ich weltweit und ohne Einschränkungen bezahlen, unabhängig davon, ob ich eine Bankverbindung habe oder nicht. Es ermöglicht finanzielle Inklusion und Mobilität. Für mich steht für also im Vordergrund die Freiheit, die Bitcoin bietet.

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Zu den Büchern von Joe Martin:
'1984 Updated'
'Bitcoin'

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